Die Arbeit an diesem Projekt begann 1992. Die erste Projektbeschreibung (Dezember 1992) definierte das Vorhaben als die Erforschung, die Dokumentation und
die Präsentation der wechselseitigen Beziehungen von wissenschaftlicher Forschung und künstlerischer Tätigkeit. Das Hauptaugenmerk gilt kunsttheoretischen und
künstlerische Arbeiten, die sich an Ergebnissen der Wissenschaften orientieren bzw. Parallelen zu diesen aufweisen oder auf diese zurückwirken.
Das Vorhaben geht von dem Gedanken aus, daß die organisatorische und thematische Trennung von Wissenschaft und Kunst ein kulturelles Defizit darstelle. Die
Berührungspunkte von Wissenschaften und Künsten bilden ein Potential, das bei systematischer Aufbereitung der Innovation auf den verschiedensten Gebieten
dienlich sein kann: im Sozialbereich, in der Wirtschaft, in der Produktplanung, im allgemeinen Unterricht und in der künstlerischen Fachausbildung sowie in der
elektronischen Kommunikation.
Dazu einen Beitrag zu leisten, die Kommunikation der Fachwissenschaften untereinander und mit den Künsten zu fördern, ist eines der Ziele des Projektes, dessen
Leitidee an den Schlußsatz des 1929 erschienenen Manifests des Wiener Kreises anknüpft: "Die Wissenschaftliche Weltauffassung dient dem Leben und das
Leben nimmt sie auf."
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, ein derartiges Projekt im Rahmen einer außeruniversitären, wissenschaftlich/kulturellen Institution durchzuführen. Die
Komplexität des Unternehmens verlangt nach interdisziplinärer und internationaler Kooperation. Diese wird durch das Institut Wiener Kreis ermöglicht, das mit
einem wissenschaftlichen Beirat ausgestattet ist und schon in seinen Statuten eine zentrale Aufgabe des Projektes nennt: die "Verbindung mit allgemeinen
soziokulturellen Strömungen in der Literatur, Kunst, Architektur und Musik".
The aim of this project is to investigate, document and present the interaction between scientific research and artistic activity. The focus will be on works of art and of art theory whose orientation has been influenced by scientific findings. Such works may also show parallels to science or have an impact on scientific discourse.The project is based on assumption that the institutional (structural) and thematic separation of science and art constitutes a real cultural decifit. The overlap of the sciences and arts represents a rich innovative potential that can be tapped to benefit a number of different areas such as social life, economy and product planning, general education, art training as well as electronic communication.
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Letzte Aktualisierung: Juni 2003