Die Phasen des Projekts
Die Abfolge der bisher fünf Phasen des Forschungsschwerpunkts dokumentiert sich anhand der Schriftenreihe unseres Projektes. Standen in der ersten Projektphase von 1992-1996 unter der Ägide Blaukopfs die Kunstsoziologie im Paradigma empiristischer Musikforschung und das Zusammenspiel von Philosophie, Literatur und Musik mit den Wissenschaften im Vordergrund der Bemühung; verschob sich in den beiden folgenden (1996-1999) Phasen der Brennpunkt auf den Dialog von Wissenschaft und
Literatur in ihrer 'Wechselreflektion', sowie auf die Interaktion von moderner Architektur im 20. Jahrhundert mit Philosophie und Wissenschaft anhand des Konzepts der Konstruktion.
Die 4. Projektphase (1999-2001), wie alles Bisherige noch wesentlich mitgestaltet von Kurt Blaukopf, wandte sich den Themen: Fortschritt in den Künsten und der Kunstforschung, sowie: Die internationale Aktualität und die verborgene Vorgeschichte des Wiener Kreises, zu. Durch das Ableben von Kurt Blaukopf im Juni 1999 erlangte der zweite Schwerpunkt aufgrund von Blaukopfs nachgelassener, unvollendeter Studie "Von der Ästhetik zur 'Zweigwissenschaft'. Robert Zimmermann als Vorläufer des Wiener Kreises" besondere Relevanz und Priorität. Zur Fertigstellung der Studie und zur weiteren Auswertung und Ausgestaltung der Materialien vgl. Zwischenbericht im Archiv sowie "Das Manifest der
Österreichischen Philosophie" (von Martin Seiler).
Andererseits wurde mit der Gedenkschrift "Kunst, Kunsttheorie und Kunstforschung im wissenschaftlichen Diskurs. In memoriam Kurt Blaukopf" (erschienenen Ende 2000) Résumé und Bilanz innerhalb des Forschungsschwerpunkts gezogen, dabei inhaltlich an die Arbeiten der Gründungsphase des Projektes angeknüpft.
In der fünften Phase (2002-2004) erfolgte die weitere Ausgestaltung des Themenkreises: Fortschritt in den Künsten und der Kunstforschung, zu dem wertvolle Präsentationen sowie namhafte unpublizierte Projektbeiträge vorliegen.